Sonntag, 25. August 2013

Arachnophobia



ARACHNOPHOBIA
Ein Spinnen-Horrorfilm von 1990. verfilmt von Frank Marshall. Unter anderem spielen (in der Hauptrolle) Jeff Daniels und (als echt irrer Kammerjäger!) John Goodman mit. Der Inhalt: Bei einer Expedition im Dschungel Südamerikas (in Venezuela) entdeckt ein Forscher eine unbekannte, neue Spinnenart. Die Spinne sticht (beisst?) aber leider einen Fotografen für den jede Hilfe zu spät kommt. Der Leichnam des Mannes wird in die kalifornische Heimat(stadt) geschickt. Aber der Leichnam kam nicht alleine: niemand ahnt, dass die Spinne als blinder Passagier mitreiste. Und der Leichnam sieht seltsam exhumiert aus. Als hätte man ihn vollkommen und restlos ausgesaugt. Und niemand bekommt zudem mit, dass sich diese Spinne mit einer heimischen paart und dabei eine unglaublich tödliche, giftige Art ins Leben ruft. Und es gibt sehr, sehr viel Nachwuchs. Das Nest dieser Spinnen ist ausgerechnet der Schuppen des Hauses, in das Dr. Jennings (Jeff Daniels) mit seiner Familie gezogen ist. Das wird aber erst später herausgefunden. Gleich den ersten (und einzigen) Patienten, da ein Doktor wider Erwarten weiter praktizieren will, wird ebenfalls von einer der Spinnen zu Tode gestochen. Sofort hat der Doktor einen neuen Spitznamen: „Dr. Death“. Aber auch der alte Doktor des Ortes, der seinen Beruf noch nicht aufgeben will, wird von einer Spinne im Hausschuh ins Jenseits befördert. Als Dr. Jennings und andere auftauchen, will man sich Dr. Jennings Diagnose nicht anschließen und besteht auf der simplen Diagnose Herzinfarkt. Seltsam: so viele Herzinfarkte in so kurzer zeit? Wenig später stirbt ein altes Ehepaar beim Popcorn-Essen vor einer Glücksrad-Sendung (die Spinne war im Popcorn)... Mittlerweile ist ein Experten-Team in den kleinen Ort aufgebrochen. Bei dem alten Ehepaar wird schnell die wirkliche Ursache klar: die Spinnen, eine völlig neue Gattung.... Sie haben die beiden starren alten Menschen schon eingesponnen und krabbeln in Nase und Co. herum......... Und bald wird auch klar, wo das „Lager“ der Spinnen ist. In Dr. Jennings Schuppen. Auch der etwas irre erscheinende Kammerjäger (John Goodman) ist bald mit von der Partie. Und ausgerechnet der ist Arachnophobiker (Angst vor Spinnen). ...und wird am Ende des Films alleine versuchen (müssen), gegen die teilweise Handteller großen, ekelhaft aussehenden Krabbeltiere zu bestehen.. - Dieser Film war das Regiedebüt von Frank Marshall. In dem sehr spannenden Film (bis auf die ersten 20 Minuten, da passiert zu lange nichts und die Einführung ist zu lang) mit teilweise sehr guten und furchterregenden Spinnenaufnahmen, teilweise aber auch primitiven „Effekten“ überzeugt in erster Linie Jeff Daniels, der die Spinnen-Angst sehr gut darstellt. Sehr nervig ist in einigen Sequenzen die wirklich schlechte Filmmusik (nicht nur meine Meinung!). Die wirkt teilweise lächerlich. Hoher grusel- und Ekelfaktor aber eines hat mich gestört, auch wenn ich nichts gegen John Goodman habe: die komödiantischen „Einlagen“ passen meiner Meinung nach nicht in den Film. Egal. Steven Spielberg war als Produzent tätig. Es wurden 200 Spinnen als „Statisten“ eingesetzt, welche von speziellen „Dompteuren“trainiert worden waren. Aber bei den Dreharbeiten verkrochen sich die Spinnen teilweise immer wieder in entlegene Ecken und das gesamte Filmteam wurde dann immer zum Suchen verdonnert (laut TV Movie). Nett ist vor allem auch die Szene, in der eine Spinne am Duschvorhang klettert, während die Tochter duscht und in der Zwischenzeit der Vater auf dem unteren Klo sitzt, wo ebenfalls eine Spinne hineingeklettert ist. Da hatten allerdings die Produzenten und Regisseur/Drehbuchschreiber beim Erdenken/Drehen dieser Szene einen zu guten Tag. Weder sie noch er werden gebissen. :( Negativ aufgefallen ist mir auch, dass der Doktor, der so viel Angst vor Spinnen hat, in einer ca. zehnminütigen Schluss-Sequenz natürlich nicht von seiner Familie, den Spinnenexperten und/oder dem Kammerjäger „befreit“ wird bzw. dass sie ihm nicht helfen. Klar: da wollte der Regisseur/Drehbuchschreiber eine Szene einbauen, in der der Doktor seine Angst vor Spinnen irgendwie in den Griff kriegen kann... Aber bitte. Das ist fürchterlich unrealistisch. Naja, egal. Da kann man den Machern keinen Vorwurf machen. Sehr nett ist auch immer wieder, wenn in Szenen die Spinnen um ein Haar zustechen/beißen können, aber dann z.B. genau in dem Moment ein Buch auf den Boden (auf die Spinne) geknallt wird..... Der Film ist aber echt empfehlenswert und das Ansehen macht wirklich kribblig-gruseligen Spaß. Vor allem natürlich, wenn man (wie ich) Angst vor Spinnen hat. Es wird gekonnt mit den Ängsten der Zuseher gespielt. 100 Minuten Spannung, auf alle Fälle.

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