ARACHNOPHOBIA
Ein Spinnen-Horrorfilm von 1990. verfilmt von Frank
Marshall. Unter anderem spielen (in der Hauptrolle) Jeff Daniels und (als echt
irrer Kammerjäger!) John Goodman mit. Der Inhalt: Bei einer Expedition im
Dschungel Südamerikas (in Venezuela) entdeckt ein Forscher eine unbekannte,
neue Spinnenart. Die Spinne sticht (beisst?) aber leider einen Fotografen für
den jede Hilfe zu spät kommt. Der Leichnam des Mannes wird in die kalifornische
Heimat(stadt) geschickt. Aber der Leichnam kam nicht alleine: niemand ahnt,
dass die Spinne als blinder Passagier mitreiste. Und der Leichnam sieht seltsam
exhumiert aus. Als hätte man ihn vollkommen und restlos ausgesaugt. Und niemand
bekommt zudem mit, dass sich diese Spinne mit einer heimischen paart und dabei
eine unglaublich tödliche, giftige Art ins Leben ruft. Und es gibt sehr, sehr
viel Nachwuchs. Das Nest dieser Spinnen ist ausgerechnet der Schuppen des
Hauses, in das Dr. Jennings (Jeff Daniels) mit seiner Familie gezogen ist. Das
wird aber erst später herausgefunden. Gleich den ersten (und einzigen)
Patienten, da ein Doktor wider Erwarten weiter praktizieren will, wird
ebenfalls von einer der Spinnen zu Tode gestochen. Sofort hat der Doktor einen
neuen Spitznamen: „Dr. Death“. Aber auch der alte Doktor des Ortes, der seinen
Beruf noch nicht aufgeben will, wird von einer Spinne im Hausschuh ins Jenseits
befördert. Als Dr. Jennings und andere auftauchen, will man sich Dr. Jennings
Diagnose nicht anschließen und besteht auf der simplen Diagnose Herzinfarkt.
Seltsam: so viele Herzinfarkte in so kurzer zeit? Wenig später stirbt ein altes
Ehepaar beim Popcorn-Essen vor einer Glücksrad-Sendung (die Spinne war im
Popcorn)... Mittlerweile ist ein Experten-Team in den kleinen Ort aufgebrochen.
Bei dem alten Ehepaar wird schnell die wirkliche Ursache klar: die Spinnen,
eine völlig neue Gattung.... Sie haben die beiden starren alten Menschen schon
eingesponnen und krabbeln in Nase und Co. herum......... Und bald wird auch
klar, wo das „Lager“ der Spinnen ist. In Dr. Jennings Schuppen. Auch der etwas
irre erscheinende Kammerjäger (John Goodman) ist bald mit von der Partie. Und ausgerechnet
der ist Arachnophobiker (Angst vor Spinnen). ...und wird am Ende des Films
alleine versuchen (müssen), gegen die teilweise Handteller großen, ekelhaft
aussehenden Krabbeltiere zu bestehen.. - Dieser Film war das Regiedebüt von
Frank Marshall. In dem sehr spannenden Film (bis auf die ersten 20 Minuten, da
passiert zu lange nichts und die Einführung ist zu lang) mit teilweise sehr
guten und furchterregenden Spinnenaufnahmen, teilweise aber auch primitiven
„Effekten“ überzeugt in erster Linie Jeff Daniels, der die Spinnen-Angst sehr
gut darstellt. Sehr nervig ist in einigen Sequenzen die wirklich schlechte
Filmmusik (nicht nur meine Meinung!). Die wirkt teilweise lächerlich. Hoher
grusel- und Ekelfaktor aber eines hat mich gestört, auch wenn ich nichts gegen
John Goodman habe: die komödiantischen „Einlagen“ passen meiner Meinung nach
nicht in den Film. Egal. Steven Spielberg war als Produzent tätig. Es wurden
200 Spinnen als „Statisten“ eingesetzt, welche von speziellen
„Dompteuren“trainiert worden waren. Aber bei den Dreharbeiten verkrochen sich
die Spinnen teilweise immer wieder in entlegene Ecken und das gesamte Filmteam
wurde dann immer zum Suchen verdonnert (laut TV Movie). Nett ist vor allem auch
die Szene, in der eine Spinne am Duschvorhang klettert, während die Tochter
duscht und in der Zwischenzeit der Vater auf dem unteren Klo sitzt, wo
ebenfalls eine Spinne hineingeklettert ist. Da hatten allerdings die Produzenten
und Regisseur/Drehbuchschreiber beim Erdenken/Drehen dieser Szene einen zu
guten Tag. Weder sie noch er werden gebissen. :( Negativ aufgefallen ist mir
auch, dass der Doktor, der so viel Angst vor Spinnen hat, in einer ca.
zehnminütigen Schluss-Sequenz natürlich nicht von seiner Familie, den
Spinnenexperten und/oder dem Kammerjäger „befreit“ wird bzw. dass sie ihm nicht
helfen. Klar: da wollte der Regisseur/Drehbuchschreiber eine Szene einbauen, in
der der Doktor seine Angst vor Spinnen irgendwie in den Griff kriegen kann...
Aber bitte. Das ist fürchterlich unrealistisch. Naja, egal. Da kann man den
Machern keinen Vorwurf machen. Sehr nett ist auch immer wieder, wenn in Szenen
die Spinnen um ein Haar zustechen/beißen können, aber dann z.B. genau in dem Moment
ein Buch auf den Boden (auf die Spinne) geknallt wird..... Der Film ist aber
echt empfehlenswert und das Ansehen macht wirklich kribblig-gruseligen Spaß.
Vor allem natürlich, wenn man (wie ich) Angst vor Spinnen hat. Es wird gekonnt
mit den Ängsten der Zuseher gespielt. 100 Minuten Spannung, auf alle Fälle.
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