Sonntag, 25. August 2013

Anaconda




ANACONDA
Der Anthropologe Steven Cale (Eric Stoltz) sucht im Amazonas-Dschungel nach einem sagenumwobenen Indianerstamm. Auf seinem Forschungsschiff begleitet ihn die junge FIlmemacherin Terri (Jennifer Lopez), die ihren ersten Dokumentarfilm drehen darf, und Danny (Ice Cube) samt Crew. Unterwegs gabeln sie den Schlangenjäger Paul Sarone (Jon Voigt) auf. Es beginnt eine Fahrt in die Hölle: Sarone ist auf der Jagd nach einer Riesenschlange, einer Anaconda, die er für einen Preis von etwa 1 Millionen Dollar an einen Zoo verkaufen will. Er reißt das Kommando an sich und treibt die Gruppe immer tiefer in den Urwald, benutzt sie als Köder. Dort lauert das nackte Grauen... - Dieser Schlangen-Horror stammt von 1997, Regie führte Luis Llosa. „Anaconda“ wurde sechsmal für die goldene Himbeere nominiert. ;) - Eines vorweg: so mies, wie die Effekte in „Anaconda“ teilweise laut Kritiken einzelner Medien sein sollen, finde ich sie gar nicht. Berücksichtigt man, dass der Film sechs Jahre alt ist (nun ist 2003), finde ich eigentlich, die Effekte der Anaconda sind durchaus gelungen. Der Film braucht ein klein wenig, bis er so richtig startet. Aber kaum ist Jon Voigt mit von der Partie, der hier einen Grimasse- schneidenden mysteriösen Bösewicht spielt, ist so richtig was drin. Und lange wartet dann auch der Themen-Inhalt des Filmes nicht auf sich. Sehr bald gibt es die ersten Tode, und ich finde, die Schlangenangriffe sind durchaus gekonnt (es stand sicher kein Budget von 100 Mio. Dollar zur Verfügung) und auch beängstigend inszeniert. Schön zu hören, wie die Anaconda Venen zum Platzen bringt. Nett auch die Szene kurz vor Schluss, als die Anaconda eine der Personen, die eine Leiter heraufklettern will, schnell "einholt" und dann umklammert und so einiges bricht und zum Platzen bringt und dann verschlingt. (Wobei das Verschlingen von innen gesehen lächerlich aussieht). Wenig später wird die arme Person mit Säure aus dem Inneren der Anaconda wieder "herausgespuckt". Einige sehr nette und beeindruckende Kamerabilder (Amazonas/Sonnenuntergänge) gibt es auch zu sehen, die Dialoge freilich sind teilweise derart mies, dass sie schon wieder eine Menge Spaß bereiten und so manche unfreiwillig komische Szene gibt es dann auch zu sehen. Aber insgesamt durchaus ein guter Film, der mich sehr gut unterhalten hat, der sehr spannend und auf nette Weise überzeugend trashig war. Man darf „Anaconda“ halt nicht so ernst nehmen.

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